Johanniskraut: Schenkt neue Energie bei leichten Depressionen

Ohne Licht – kein Johanniskraut. Die Heilpflanze liebt den Sonnenschein und wächst vor allem auf lichtdurchfluteten Wiesen und Lichtungen. Dort tankt das Johanniskraut die Energie, die es als Arzneipflanze an den Menschen weitergibt – so zumindest lässt sich seine Wirkung metaphorisch erklären. Denn Johanniskraut bringt Licht in dunkle Gemüter und wird daher traditionell als pflanzliches Antidepressivum angewendet.

Wie erkennt man Johanniskraut? Die Heilpflanze ist in Deutschland und fast ganz Europa zu finden. Sie wächst in verzweigten Stängeln bis zu 1 m hoch und trägt sternenförmige, goldgelbe Blüten. Ihre Blätter und Blüten sind übersäht mit kleinen Tüpfelchen. Wer Johanniskraut zwischen den Fingern verreibt, erlebt eine Überraschung: Die Tüpfelchen entpuppen sich als Öldrüsen, die beim Reiben ein harziges, rotes Öl ausscheiden. Dieses Öl ist die Basis für das Johanniskrautöl, wegen seiner Farbe auch Rotöl genannt, das seit Jahrhunderten bei Hautverletzungen und –entzündungen verwendet wird. Heute wird Johanniskraut vor allem wegen seiner Wirkung gegen leichte Depressionen und Erschöpfung als Arzneimittel eingesetzt.

Johanniskraut auf einen Blick: Wirkung & Anwendung

Name:

Johanniskraut (Hypericum perforatum)

Wirkung:

• Stimmungsaufhellend
• Stimmungsausgleichend
• Antidepressiv
• Fördert die Motivation
• Spannungslösend

Hilft bei:

Leichten Depressionen, nervöser Unruhe, Antriebslosigkeit, Erschöpfungszuständen, Angstzuständen

Verwendete Pflanzenteile:

Das ganze Kraut (ohne Wurzeln)

Wirkstoffe:

Hyperforin, Hypericin, Flavonoide, Bitterstoffe, Gerbstoffe, ätherische Öle, Harz

Anwendung:

Johanniskraut-Präparate in Form von Tabletten und Dragees für die innerliche Anwendung

Johanniskraut: Wirkung

Johanniskraut ist ein pflanzliches Mittel gegen leichte Depressionen und hat eine ausgleichende Wirkung bei Erschöpfungszuständen. Hochdosiert eingenommen kann es Angstzustände lösen, die Stimmung aufhellen und neue Energien aktivieren. Johanniskrautöl, auch Rotöl genannt, wird traditionell angewendet, um Wunden zu heilen und Hautkrankheiten zu lindern.

Johanniskraut: Depressionen lindern und neue Energie schenken

Pflanzenheilkundler verwenden Johanniskraut traditionell, um depressive Verstimmungen und Antriebslosigkeit zu mindern. Ihre Erfahrung hat die Wissenschaft mittlerweile bestätigt: Mehrere Studien belegen die antidepressive Wirkung von Johanniskraut – zumindest bei leichten bis mittelschweren Depressionen. Bei Patienten mit schweren Depressionen konnte kein ausreichender Effekt nachgewiesen werden. Schwere Depressionen müssen in jedem Fall mit einem Arzt besprochen und mit seiner Unterstützung behandelt werden. Bei leichten Depressionen zeigte sich dafür, dass Johanniskraut eine vergleichbare Wirkung wie andere Antidepressiva hat – jedoch weniger Nebenwirkungen nach sich zieht.

Warum Johanniskraut gegen Depressionen und Erschöpfung wirkt, konnte in den Studien bisher nicht endgültig geklärt werden. Bislang wird angenommen, dass die Pflanzenstoffe Hypericin und Hyperforin für die antidepressive Wirkung verantwortlich sind. Diese beeinflussen die körpereigenen Hormone, darunter auch Serotonin – das sogenannte Glückshormon. Die Wirkung von Johanniskraut gegen depressive Stimmungen und Erschöpfung wurde also wissenschaftlich belegt – die Wirkweise muss jedoch in weiteren Studien erforscht werden.

Johanniskrautöl (Rotöl): Heilmittel für die Haut

Aus den frischen Blüten des Johanniskrauts wird das Johanniskrautöl hergestellt. Wegen seiner charakteristischen purpurroten Farbe erhielt es zudem den Namen Rotöl. Johanniskrautöl hat entzündungshemmende Eigenschaften und wird daher bei Hautverletzungen eingesetzt. Auch gegen trockene Haut und Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte ist Johanniskrautöl ein erprobtes Mittel.

Johanniskraut: Dosierung bei Depressionen und geistiger Erschöpfung

Um Depressionen zu lindern und Erschöpfungszustände auszugleichen, muss Johanniskraut täglich und hoch dosiert eingenommen werden. Das zeigen mehrere Studien zur antidepressiven Wirkung von Johanniskraut. Eine unkonzentrierte Einnahme von Johanniskraut, zum Beispiel als Tee, hat also keinen ausreichenden Effekt. Als wirksames Arzneimittel sind nur Johanniskraut-Präparate in Form von Tabletten oder Dragees geeignet, die eine hohe Dosis der Wirkstoffe von Johanniskraut enthalten.

Welche Nebenwirkungen kann Johanniskraut auslösen?

Johanniskraut erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut. Hellhäutige Menschen sollten daher die Sonne meiden, während sie Johanniskraut-Präparate einnehmen. Weitere mögliche Nebenwirkungen von Johanniskraut sind allergische Hautausschläge, Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit, Unruhe und subjektive Missempfindungen, zum Beispiel Kribbeln. Vor der ersten Anwendung ist es wichtig, sich in der Packungsbeilage über mögliche Nebenwirkungen zu informieren.

Was ist bei der Anwendung von Johanniskraut zu beachten?

Johanniskraut kann die Wirkung von anderen Medikamenten beeinflussen, zum Beispiel die Antibaby-Pille oder Arzneimittel zur Hemmung der Blutgerinnung. Außerdem ist es nicht ratsam, Johanniskraut während der Schwangerschaft oder Stillzeit einzunehmen. Detaillierte Informationen zur Anwendung von Johanniskraut sollten immer in der Packungsbeilage nachgelesen werden.

Passende Artikel
zirkulin-johanniskraut-dragees.jpg Zirkulin Johanniskraut Dragees H
Inhalt 120 St. (0,03 € * / 1 St.)
3,99 € *