Pfefferminze: Wirkung bei Reizdarm, Kopfschmerzen und Erkältung

Die pure Erfrischung: Pfefferminze wirkt angenehm kühlend und belebend. Doch nicht nur in Sommer-Getränken und Pfefferminztees – auch als Heilpflanze hat sie eine wohltuende Wirkung, nämlich bei Kopfschmerzen, Reizdarm oder Atemwegserkrankungen. Verantwortlich für den kühlenden Effekt ist das Pfefferminzöl, das schon beim Reiben der Blätter seinen charakteristischen Duft verbreitet.

Die Pfefferminze bevorzugt feuchte und sonnige Orte. Ursprünglich kommt sie aus Ostasien, wächst heute aber auch wild in Europa. Die Pflanze wird bis zu 1 m hoch und bildet von Juli bis September ährenartige und lilafarbene Blütenstände aus. Die Pfefferminze zeichnet sich neben dem typischen Aroma durch die kantigen und haarigen Stängel sowie die gezähnten Blätter aus, die oft violette Blattlinien haben. Sie wurde schon in der Antike und im Mittelalter als Heilpflanze verwendet, unter anderem, um die Luft im Krankenzimmer durch das erfrischende Aroma zu reinigen. Heute ist die Pfefferminze eine der wichtigsten Heilpflanzen für Magen-Darm-Beschwerden wie Reizdarm, sowie für Kopfschmerzen und Atemwegserkrankungen.

Pfefferminze auf einen Blick: Wirkung & Anwendung

Name:

Pfefferminze (Menta piperita)

Wirkung:

• Krampflösend
• Ausgleichend
• Lindert Schmerzen
• Antibakteriell
• Schleimlösend
• Fördert den Gallenfluss

Hilft bei:

Kopfschmerzen, Migräne, Reizdarm, Magen- und Darmbeschwerden, Magenkrämpfe, Übelkeit, Atemwegserkrankungen

Verwendete Pflanzenteile:

Blätter

Wirkstoffe:

Ätherisches Pfefferminzöl, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Enzyme, Flavonoide

Anwendung:

Innerliche Anwendung mit verdünntem Pfefferminzöl oder als Tee; äußerliche Anwendung mit verdünntem Pfefferminzöl

Pfefferminze: Wirkung

Die Pfefferminze hat eine krampflösende, schmerzstillende und ausgleichende Wirkung und kann so gegen Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden helfen. Zudem zeigt sie schleimlösende und antibakterielle Eigenschaften, die bei Erkältung die Atemwege befreien. Für die heilende Wirkung ist das Pfefferminzöl verantwortlich, das einen großen Anteil an Menthol enthält.

Pfefferminzöl gegen Kopfschmerzen

Bei Kopfschmerzen, vor allem den weitverbreiteten Spannungskopfschmerzen, kann Pfefferminzöl Linderung bringen. Durch das Auftragen von Pfefferminzöl auf die Stirn und Schläfen wird durch das im Öl enthaltene Menthol ein Kältereiz ausgelöst. Dieser verringert das Schmerzempfinden, vermutlich indem die Schmerzrezeptoren blockiert werden. Zusätzlich hat das Pfefferminzöl einen muskelentspannenden Effekt, der die Kopfschmerzen lindert.

Die Wirkung von Pfefferminzöl gegen Kopfschmerzen wurde in medizinischen Studien bewiesen. In diesen kam eine alkoholische Lösung mit Pfefferminzöl zum Einsatz. Als einfaches Hausmittel können jedoch auch ein paar Tropfen Pfefferminzöl mit einem Trägeröl (z. B. Kokosnussöl, Olivenöl) oder mit Wasser vermischt verwendet werden.

Pfefferminzöl bei Atemwegserkrankungen und Husten

Bei Atemwegserkrankungen und Husten wird Pfefferminzöl traditionell eingesetzt, um für einen freien Atem zu sorgen. Das schleimlösend wirkende Menthol, einem Wirkstoff im Pfefferminzöl, lockert festsitzenden Schleim in den Bronchien und Nebenhöhlen. Der Schleim kann folglich abgehustet werden, wodurch der Husten gestillt und die Atemwege wieder befreit werden. Außerdem wirkt Pfefferminzöl antibakteriell und hilft daher, die Krankheitserreger zu bekämpfen.

Die wirksamste Anwendungsart bei Atemwegserkrankungen und Husten ist das Inhalieren von Pfefferminzöl. Denn so gelangen die Wirkstoffe direkt in die Atemwege und können an Ort und Stelle wirken. Zum Inhalieren werden ein paar Tropfen in erhitztes Wasser gegeben. Anschließend hält man den Kopf mit einem Tuch abgedeckt über die Mischung und atmet 5-10 Minuten entspannt ein und aus. Auch ein Inhalationsgerät kann verwendet werden.

Pfefferminze gegen Reizdarm und Verdauungsbeschwerden

Die krampflösende Wirkung von Pfefferminzöl hilft gegen viele Magen-Darm-Beschwerden wie Reizdarm oder Blähungen. Die Wirkstoffe entspannen die Muskulatur der Darmwand und wirken ausgleichend für den Verdauungstrakt, wodurch Schmerzen und Beschwerden verringert werden. Zudem erleichtert Pfefferminzöl das Entweichen von angestauten Gasen und lindert so Bauchschmerzen durch Aufgeblähtheit. Insbesondere die Wirkung von Pfefferminzöl gegen das Reizdarm-Syndrom wurde in Studien erforscht und mehrfach belegt.

Zur Anwendung von Pfefferminze gegen Reizdarm oder andere Verdauungsbeschwerden eignen sich Kapseln mit Pfefferminzöl oder die direkte Einnahme von verdünntem Pfefferminzöl. Pfefferminztee enthält deutlich kleinere Mengen der Wirkstoffe, kann aber lindernd auf die Beschwerden wirken.

Pfefferminztee: Wirkung ausreichend?

Der Gehalt der Wirkstoffe in getrockneten Pfefferminzblättern, die für Tee verwendet werden, kann stark variieren – je nach Verarbeitungsweise, Sorte, Anbaugebiet und Erntezeitpunkt. Sie sind aber in jedem Fall deutlich geringer konzentriert als in Pfefferminzöl. Für eine wirksame Anwendung sind daher das Pfefferminzöl oder Pfefferminzöl-Präparate und -Extrakte besser geeignet.

Anwendung von Pfefferminzöl: Was sollte man beachten?

Bei der Anwendung von Pfefferminzöl gilt die goldene Regel für ätherische Öle: Niemals unverdünnt anwenden. Sowohl für die innerliche, als auch die äußerliche Anwendung sollte das Pfefferminzöl immer mit einem Trägeröl oder Wasser verdünnt werden. Schon 8 Tropfen ätherisches Öl auf 20 ml Trägerflüssigkeit (ca. ein Schnapsglas voll) sind ausreichend. Außerdem sind nicht alle ätherischen Öle für die innerliche Anwendung geeignet, hier sollte auf eine reine Qualität und die Anwendungshinweise geachtet werden.

Für wen eignet sich Pfefferminzöl nicht? Bei Säuglingen und kleinen Kindern ist die Anwendung von ätherischen Ölen nicht empfohlen, da es zu heftigen Reaktionen in den Atemwegen kommen kann. Auch Personen mit Vorerkrankungen, insbesondere bei Problemen mit der Gallenblase oder der Leber gilt Vorsicht. In beiden Fällen ist es wichtig, eine mögliche Anwendung zuvor mit einem Arzt zu besprechen.

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