Zimt: Wirkung auf Magen-Darm-Beschwerden und den Blutzucker

Das wunderbar süße Aroma sorgt sofort für Weihnachtsstimmung: Zimt ist hierzulande ein typisches Winter-Gewürz – kein Wunder, bei seiner wärmenden Wirkung für Körper und Seele. Dabei wächst der Zimtbaum in den tropischen Wäldern Asiens, wo es nie kalt wird. Der immergrüne Baum wird bis zu 10 m hoch und trägt 20 cm lange, ovale Blätter, die angenehm nach Gewürznelke duften. Seine kleinen Blüten sind weiß und wachsen in Rispen. Worauf es jedoch ankommt, ist die Rinde – der eigentliche Zimt! Sie wird in dünnen Streifen von den Ästen abgeschält. Während sie trocknet, rollt sich die Rinde ein – so entstehen die Zimtstangen. Die meisten kennen Zimt als Gewürz für süße und herzhafte Speisen. Dabei hat er auch eine heilende Wirkung: Er kann Verkrampfungen lösen, die Verdauung anregen und sogar den Blutzuckerspiegel beeinflussen.

Zimt auf einen Blick: Wirkung & Anwendung

Name:

Zimt (Cinnamomum zeylancium, Cinnamomum cassia)

Wirkung:

• Körperlich und seelisch wärmend
• Krampflösend
• Regt die Verdauung an
• Fördert die Durchblutung
• Senkt den Blutzuckerspiegel
• Antibakteriell

Hilft bei:

Magen- und Darmbeschwerden, Verdauungsprobleme, Appetitmangel, Verspannungen, Magenschmerzen, erhöhtem Blutzuckerspiegel

Verwendete Pflanzenteile:

Rinde

Wirkstoffe:

Ätherische Öle, Gerbstoffe, Schleim, Zink, Polyphenole, Methylhydroxychalconpolymere (MHCP)

Anwendung:

Innerliche Anwendung in Form von Zimt-Pulver, -Extrakt oder ätherischem Öl

Zimt: Wirkung

Zimt hat eine krampflösende und verdauungsfördernde Wirkung und hilft daher gegen Magen- und Darmbeschwerden wie Blähungen, Völlegefühl, Magenschmerzen und Appetitlosigkeit. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass Zimt den Blutzucker senken und so die Behandlung von Diabetes unterstützen kann.

Zimt: Wirkung für Magen, Darm und die Verdauung

Für den Magen-Darm-Trakt hat Zimt eine besonders wohltuende Wirkung. Er entkrampft die Muskulatur und lindert damit viele Magen- und Darmschmerzen. Gleichzeitig regt Zimt die Muskelaktivität in der Magen-Darm-Wand an, wodurch die Verdauung gefördert wird. Eine aktive Verdauung hilft gegen Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Blähungen.

Zimt: Wirkung bei erhöhtem Blutzucker

Zimt wird traditionell angewendet, um den Blutzucker zu senken und die Behandlung von Typ-2 Diabetes zu unterstützen. Tatsächlich wurden in Laborversuchen entsprechende Wirkstoffe entdeckt: Die enthaltenen Methylhydroxychalconpolymere wirken in Zellkulturen wie das körpereigene Insulin und die Polyphenole verstärken die Wirkung von Insulin.

Auch in klinischen Studien zeigt sich großes Potenzial. Eine Forschergruppe hat in 2015 zehn Studien über die Wirkung von Cassia Zimt bei Diabetes-Patienten analysiert und kam zu dem Ergebnis: Insgesamt hatte Cassia Zimt einen positiven Einfluss und konnte die Blutzuckerwerte der Patienten senken. Doch ganz eindeutig ist die Studienlage über Zimt und Diabetes noch nicht. Deshalb ist Zimt kein offiziell anerkanntes Mittel zur Behandlung von erhöhten Blutzuckerwerten und Typ-2 Diabetes. Dazu müssen noch weitere Studien folgen, um die langfristige Wirkung von Zimt auf den Blutzucker eindeutig zu klären.

Ceylon Zimt und Cassia Zimt – was ist der Unterschied?

Ceylon und Cassia gehören beide zu den Zimtbäumen – sie sind jedoch unterschiedliche Arten. Man erkennt den Unterschied in den Zimtstangen: Während sich Ceylon Zimt in mehreren dünnen Schichten eng zusammenrollt, fast wie eine Zigarre, ist die Cassia Zimtrinde dicker und rollt sich nur an den Enden ein.

Auch ihre Inhaltsstoffe unterscheiden sich: Der Cassia Zimt enthält im Gegensatz zum Ceylon Zimt Cumin, das in großen Mengen die Leber belasten kann, und nur wenig Eugenol, das eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung hat. Auf der anderen Seite gibt es mehr Studien zur Wirkung von Cassia Zimt bei Patienten mit Typ-2 Diabetes, als zu der von Ceylon Zimt. Die meisten dieser Studien zeigten, dass Cassia Zimt den Blutzucker innerhalb weniger Monate senken konnte. Cassia Zimt ist also das besser erforschte Heilmittel, zudem bewies es sich in den Studien als sehr verträglich und nebenwirkungsarm.

Anwendung von Zimt

Wie wird Zimt angewendet?

Zur Linderung von Magen-Darm-Beschwerden oder auch zur Regulierung des Blutzuckers wird der Zimt innerlich angewendet. Er kann als Pulver verspeist werden, idealerweise ½ Teelöffel täglich, vermischt mit anderen Lebensmitteln oder Flüssigkeiten. Auch die Einnahme von verdünntem Zimtöl bietet sich an. Hierbei sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass das ätherische Öl für die innerliche Anwendung geeignet ist. Außerdem gibt es verschiedene Zimt-Präparate wie Tabletten oder Extrakte, die sich leicht dosieren und in den Alltag integrieren lassen. Für die richtige Dosierung und weitere Anwendungshinweise sollte stets die Packungsbeilage gelesen werden.

Gibt es Nebenwirkungen von Zimt?

Zimt ist als natürliches Heilmittel und beliebtes Gewürz sehr nebenwirkungsarm. Dennoch sollte man ihn nur in Maßen zu sich nehmen, denn bei einer Überdosierung kann Zimt die Haut reizen oder Durchfall verursachen. In Einzelfällen kann es außerdem zu Herzrasen und Schweißausbrüchen kommen, da Zimt den Kreislauf anregt.

Für wen ist die Einnahme von Zimt nicht geeignet?

Bei Personen mit Überempfindlichkeiten ist es möglich, dass Zimt eine allergische Reaktion der Haut auslöst. Wer Zimt zur unterstützenden Behandlung von Diabetes einsetzen möchte, sollte dies mit seinem Arzt absprechen, auch um Wechselwirkungen mit Medikamenten abzuklären. Für schwangere Frauen ist es ratsam, auf die verstärkte Einnahme von Zimt zu verzichten, da es keine Studien gibt, die die Wirkung bei Schwangeren eindeutig klären. In der Tradition der Pflanzenheilkunde wird Zimt zudem eingesetzt, um die Geburt zu fördern – daher ist hier Vorsicht geboten.

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